Liebesbrief zum Abschied ans Heroin

Abschied von der falschen Schlange

Dieser Brief wird hoffentlich das Letzte sein, was du je von mir hören wirst. Auf jeden Fall hoffe ich wirklich inständig, dass unsere Schicksalsfäden,( von den 3 Nornen, die am Fuße der Welten – Esche, Ygdrassil, sitzen und je nach Lust und Laune unsere Schicksals – Fäden verknüpfen, trennen oder sogar „just for fun“ einfach abschneiden), nie mehr zusammen gewebt werden.

Dabei habe ich dich einmal so tief und ehrlich geliebt. Ich gab dir alle Liebe, derer ich fähig war…

Ich habe dich vom ersten Moment an so sehr geliebt. Ich hatte und habe bis heute, da ich mich im Herbst meines Lebens befinde, nie mehr so sehr geliebt, wie ich es bei dir tat. Du warst für mich das Wunderschönste, was einem Menschen überhaupt begegnen kann. Ich war dir jetzt fast vierzig in Zahlen – 40 – Jahre treu ( um nicht zu sagen – ergeben ).

Aber ich habe die Nase voll von dir. Du nervst mich nur noch. Deine Anwesenheit hat niemanden neben dir an meiner Seite gewähren lassen. Du wolltest mich Ganz – mit Haut und Haaren. Ich sollte vom ersten Moment an nur dir gehören – und genau das tat ich. Doch es ist die Zeit der endgültigen Trennung gekommen …von mir aus verpiss dich auf den Mond…oder noch weiter weg..es ist mir EGAL..Nein …
DU -… BIST MIR EGAL

Zumindest hoffe ich das …Du erschienst mir damals wie reines, weißes, licht – durchflutetes – und „nicht irdisches“ Wesen. Du schienst direkt aus dem Nebel meiner Träume empor gestiegen zu sein ? In deiner Nähe war ich der Mann – der ich immer sein wollte. Ich war unbesiegbar, – dachte ich – und niemand, niemand könne dich, mir je weg nehmen – NIEMALS.Wir gehörten einfach zusammen. Wir waren Eins.

Für immer…

Das ich bei deinem Anblick damals nicht zu Stein geworden bin, habe ich wahrscheinlich nur der Gunst der Götter zu verdanken. Obwohl ich keinen (bestimmten) Gott habe, den ich präferiere.

Hauptsache ich weiß, dass mir zugehört wird, von Was ? – oder – Wem? liegt so wie so nicht in meinen bescheidenen Händen. Und wie immer dein Name ist…dich lieb ich natürlich auch (hmmmm? einen Liebesbrief an Gott? Warum nicht? Das wäre durchaus eine Überlegung wert ). Aber zurück zu dir – mein Liebling.

Das man es mit dir so gut Aushalten konnte, lag auch an deiner beruhigenden Wirkung…auf fast alle Menschen in deiner Umgebung. Du warst auch – und – besonders- in meinem Leben der „Ruhepol“, das „Energiezentrum.

Aber hätte ich schon damals gewusst wie hoch der Preis deiner Liebe sein würde,…ich glaube ich hätte ihn trotz all der Schmerzen, der Pein..den schlaflosen Nächten, den von Schweiß durchweichten Laken…all das Feuer in dir- an dem ich mich verbrennen musste. All meine Hingabe (Ich war dir total hörig und du wusstest das und hast es ausgenutzt, mir so weh getan).

Doch warst du nicht bei mir, fühlte ich mich eisig, von Außen, wie von Innen. Du bist innerhalb einer Jahresfrist- mein Lebensinhalt geworden. Nur für – und auch – durch dich – habe ich mein Leben gefristet. Ich brauchte sonst Niemanden. Keinen einzigen Menschen. Ich wollte immer nur dich. Am liebsten 24/7.

Obwohl am Ende – ich würde mal sagen die letzten 15 bis 20 Jahre meines Lebens- waren wir doch wohl kaum mehr, als nur Freunde, die sich aneinander gewohnt hatten.

Da waren keine galaktischen und orgasmischen „Feuer-Orgien“ mehr drin. Wenn überhaupt, dann hast du das letzte Mal vor Jahrzehnten in mir Stürme entfacht…mich mit deiner Heftigkeit überrannt. Mich zum Glühen gebracht…fast bis zum brennen…….. bis zum Erbrechen.

Doch diese Zeiten sind schon lang vorbei. Heute bist du nur noch wie ein laues Lüftchen in einer heißen Juli Nacht. So richtig befriedigt hast du mich schon lange nicht mehr. Doch entweder habe ich es nicht hart genug probiert – mich Deiner zu entledigen, oder aber ich bin immer wieder erneut in dein Spinnennetz geflogen.

Du hast mich eingewickelt mit deinem Versprechen von Glück. Was du gebracht hast, war jedoch nur Zerstörung ( nach Innen und Außen), unendliches Leid ( über so viele Menschen). Du hast dich als Engel getarnt und warst aber der Teufel.

Es ist so: Mein Leben schien zerstört, aber ich gehe jetzt den Jakobsweg…befreie mich von dir…und lasse dich wenn ich es irgend schaffe – für immer hinter mir –

Dreimal hab ich wegen dir fast mein Leben verloren!

Dafür will ich mich noch mal extra bei dir bedanken, du falsche Schlange…Hättest mich gerne im Knast verrotten sehen. Doch merke dir gut…mir ist Scheiss Egal wer da kommt. Niemand nimmt mir mein Leben…Nur Gott – wenn ich (hoffentlich mit dem Schwert in der Hand)…eines Tages von ihm, oder vielleicht auch von den Walküren geholt werde. Auch über diesen Punkt werde ich bald Klarheit erlangen…und die Welt der Lebenden und auch die der Liebenden für immer verlasse…(also dann…nicht jetzt)- um mit all meinen Brüdern und Schwestern, die schon gegangen waren, zu Feiern und zu Trinken…bis eines Tages Ragnarök beginnt und wir alle gemeinsam, zu unserem letzten Kampf gegen die Eisriesen aufs Schlachtfeld aufbrechen. Mein Kampf findet im Hier und Jetzt statt – Jeden Tag…

Der Tag der Abrechnung kommt…Für jeden…hörst du…? Für jeden!!!

Und dann immer der Stress mit den Behörden…vor allem dann auch noch mit den fuckin Justizbehörden…Auch dafür noch mal Danke.

Also – es soll aber jetzt nicht so aussehen, als ob ich dir nur alles negative in meinem Leben verdanke…NEIN…Es gab ja auch durchaus positive Dinge mit dir. Ohne dich (wenn wir mal so ehrlich sind), hätte ich die Mutter meines Sohnes gar nicht kennen gelernt…na immerhin…

Und natürlich warst du vorzüglich dazu in der Lage, meinen Körper zu manipulieren, wie sonst Niemand. Du warst auf der einen Seite dazu fähig mich Jahrelang in den Bau zu verfrachten…und auf der anderen Seite konntest du so nett sein, mit dir habe ich Dinge erlebt…bei der Erinnerung daran fange ich gleich an zu schwitzen und ein leichtes kribbeln schießt in meine Lenden.

Trotz all der wirklich abgefuckten Situationen, in die- du mich gebracht hast…Immer wenn ich daran denke, steigt in mir wieder die Wut hoch…so was falsches und gleichzeitig so begehrenswertes wie dich…ich war wütend auf dich. Ich war wütend auf mich selbst. Warum habe ich mich nur jemals auf dich eingelassen? Schon damals hattest du einen gewissen Ruf…aber nein …ich musste dich einfach kennenlernen, als ich von dir hörte…krank oder? Und jetzt heule ich hier rum…Wie schon mal erwähnt: Hätte ich doch nur vorher gewusst, dass dein Preis für deine Kraft, Liebe, Zuneigung und Loyalität… mein Leben sein würde...

Ich hasse dich – Mindestens so…wie ich dich vorher geliebt habe

Wie konnte es nur so weit mit uns kommen? Nicht nur das die Liebe erloschen ist…Wie konnten wir zu so erbitterten Feinden werden? Du würdest mich am liebsten Tod sehen. Das weiß ich. Aber wenn ich ehrlich bin…vermisse ich dich öfter, als du wahrscheinlich denken magst. Viel öfter. Etwas in mir will unbedingt zurück zu dir…

Ist es das Körperliche? So wie es die ersten beiden Jahrzehnte war…Ich sage es hier und heute ganz offen…Ich war dir körperlich verfallen…

Und du Schlange wusstest das natürlich und du hast auch nicht gezögert, diese – deine – Waffe- immer wieder gegen mich einzusetzen. Wie oft waren wir schon ein paar Tage getrennt, aber dann…kamst du aus irgendeinem fadenscheinigen Grund zu mir…und du wusstest, dass ich nicht „Nein“ sagen würde …und Bums…ich hatte dich schon wieder am Hals.

Auf der anderen Seite, kenne ich niemand der so loyal zu einem steht. Wenn du denn kamst…konnte man sich auch auf dich verlassen – du hast mich immer wieder auch durch brenzlige Situationen gebracht. War ich am Boden zerstört…fertig mit der Welt.

Dann kamst du und bautest mich wieder auf. Mit dir gab es immer Sonnenschein im Leben. Kein Problem war zu groß, als das du es nicht lösen konntest. Doch kaum warst du aus der Tür, vermisste ich dich so, dass es schon körperlich weh tat.

Und desto länger du weg warst…- umso schlechter ging es mir…Ich konnte nichts mehr essen, nichts trinken, wollte die Wohnung nicht mehr ohne dich verlassen, aus Angst, dass du bei meiner Wiederkehr verschwunden seist. Ja ich brauchte dich zum (Über-) Leben. Ohne dich war ich nichts. Ohne dich war ich verloren. Ohne dich konnte- und wollte ich Jahrzehnte auch nicht sein.

Das Schlimme ist ja, dass ich trotz all deiner Schlechtigkeit (und du bist…durch und durch…schlecht..) immer wieder zurück zu dir bin…mich sogar der Lächerlichkeit preis gegeben habe…

Keiner meiner Freunde konnte mich verstehen. Was fand ich an dir? Allerdings wusste ich damals auch noch nicht, dass du jeden meiner Kumpels an gegraben hast…Als ich die Wahrheit heraus bekam, dachte ich echt…ich müsse nun sterben…Ich sage es mal so:…Es gibt oder gab nur wenige der Jungs (und auch n paar Mädels), die dir nicht doch früher oder später erlegen waren. Du mit deinen Lügen und Intrigen. Immer von hinten…

…von vorne hast du mich angelächelt, mich in den Arm genommen, getröstet, gewärmt und mir Hoffnung geschenkt, – nur um im selben Moment, hinter meinem Rücken, zu versuchen dir den nächsten abzugreifen und ihn so versprechend an zulächeln, als ob es kein Morgen mehr gäbe…

Klar hattest du irgendwann einen sehr speziellen Ruf in unserem „Freundeskreis“. Manch einer wandte sich sogar von mir ab…deinetwegen…jeder hasste dich…auf jeden Fall – jeder , dem ich am Herzen lag…

Wie oft hörte ich, ich solle mich doch nun endlich von dir trennen…irgendwann musste es doch mal genug sein. Aber da ich dich in dieser Zeit vor allem körperlich so sehr begehrt wie nichts anderes auf der Welt.

Nur du konntest in mir diese tiefe Zufriedenheit auslösen. Wenn du dann kamst war es wie ein Orkan der über mich hinweg fegte. In diesen Momenten war ich dir total verfallen. Ich habe sogar schon mal darüber nachgedacht, ob ich wohl einen Mord für dich begehen würde…Aber ich denke …Nein…

Eher hätte ich Bock dich zu killen…Zack…Wäre ich das Problem los- und das Problem bist du…oder bin etwa ich das Problem???

dir für immer den Garaus zu machen, gehört zu meinen liebsten Fantasien…dich für immer los zu werden…allein der Gedanke daran erfüllt mich mit Freude und Genugtuung. Nach all den Jahren endlich frei sein…frei von dir…eigentlich gibt es nur einen…oder auch den – oben genannten – zweiten Weg.

Hiermit trenne ich mich in aller Öffentlichkeit von dir…Mach`s gut für immer

Sollte mich jemals wieder irgendjemand, auch nur in deiner Nähe sehen…ist mir scheinbar wirklich nicht mehr zu helfen…dann habe ich wohl den Kampf schlussendlich verloren und Aufgegeben.

Aber noch gebe ich meinen Kampf nicht auf – du falsche, verlogene Schlange. Ich verbanne Dich aus meinem Leben, ja aus meinem Kopf…ich lösche jede Erinnerung an dich restlos aus…ich will dich nicht mehr ….nie mehr…wiedersehen…

Für mich bist du tot – Du falsche Schlange… … HEROIN…Ich lebe fortan ohne Dich!

Hier könnt ihr meine kleine Kunst Galerie anschauen: Meine Kunst

Und hier meine Straßenmukke: Lieder für den Jakobsweg

Kategorien Abschied, Drogen, LiebeSchlagwörter , , , , ,

11 Kommentare zu „Liebesbrief zum Abschied ans Heroin

  1. deine liebe ist die schlampe nicht wert

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  2. just say godbuy

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  3. ich hoffe dieser abschied ist für immer…..kick this love 4 ever

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    1. Ich geb mein bestes diggger….ich hab es dir versprochen….mit dieser liebe hab ich fertig,….hoffentlich für immer……sie hat schon ziviel zerstört….,aber nix wad wir nicht noch kitten können….mit liebe….wird alles gut….und mit vertrauen….ich weiss ich hab dich schon zu oft enttäuscht aber dieser liebe zu entkommen war echt nicht leicht,,….ich lads sie nie wieder unsete liebe beeinträchtigen….love and peace

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  4. richtig….richtig geil

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    1. Und ehrlich…..es ist schluss mit dieser schlange…..hoffentlich für immer….love and peace

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  5. What a Fuck…krass, echt krass.

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    1. … endlich…ein Mensch…der zu verstehen scheint.. ich muss morgen nach Hause nach Mainz und hab dann kein Internet mehr.. nur noch gelegentlich..und in meiner Hütte haben die W…. den Strom abgestellt…deshalb hau ich auch ab sobald ich noch einen Schlafsack..Zelt und Schuhe ab…vorläufiger Plan…Los gehen vor der haustür…am 12.05.2018.. love and peace

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      1. Druecke dir die Daumen, dass du deinen Plan bald umsetzen kannst…. ich weiß nicht, ob ich diese Liebe zu den Drugs wirklich verstehe aber mich beruehrt deine Art, wie du das Geschehene beschreibst.

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