Ein deutscher Deadhead

Am Tag als Jerry Garcia starb

Erst wenn der letzte Baum gerodet- der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist….werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann…(Krieger des Regenbogens)

Es hatte mich wie ein Schock getroffen…Jerry Garcia war tot….überall in den Nachrichten kam es. Er hatte versucht in der Tour Pause der Grateful Dead vom Heroin zu entgiften und das hatte sein Herz nicht mehr durchgehalten….so auf jeden Fall die offizielle Version….

Ich war den Dead einen guten Teil der letzten Tour durch die USA gefolgt, nachdem ich sie das erste Mal in Los Angeles erlebt hatte….Ich war so beeindruckt von dem Zusammenhalt der Deadheads...die teilweise schon seit 30 Jahren in alten umgebauten Schulbussen…oder alten VW Bullis….meistens bunt bemalt…..den Grateful Dead zu jeder Show folgten. Acid tickten….und Liebe verbreiteten…und ansonsten …auf ein Miracle zu hoffen. Das man auf der Suche nach eben diesem ist bezeugt der Deadhead mit erhobenen….-Handflächen nach außen gerichtet- …Zeigefinger…

Dies heisst soviel…wie…“I am looking for a miracle“ (Die Dead singen:“I need a miracle every day“

Man bekam dann meistens von einem netten langhaarigen Menschen….entweder ein Ticket….oder ein Ticket …in die Hand gedrückt…oder auf die Zunge gelegt….geträufelt…es gab sogar reines LSD 25 ….eines -wenn nicht -das ..stärkste und reinste Acid überhaupt, dass sich Leute in die Augen träufelten..

Ich hing am Haken….war süchtig nach der „atmosphere“ in der Parking Lot.…Only brothers and Sisters.in Love.…Spätestens als die drei Las Vegas Shows rum waren, und ich ….als immer mehr Fahrzeuge die Lot verließen , desto mehr überkam mich ein Gefühl der Leere….ich wollte das die Party niemals endete….Und die Dead Shows waren eine Sache…meist ging ich nur ein oder zweimal in den jeweils 3 Autrittstagen…wenn man Glück hat noch einen day off dazwischen….denn….

Die eigentliche Party war für ca. 1 Woche die…- Parking Lot.-...wo jeder auf die Eine oder Andere Weise versuchte an das Geld der „Ortsanhängigen….den locals….zu kommen…die einen baten Massagen an….die anderen verkauften Kaffee….den sie mit einem Gaskocher betrieben. Ander legten Tarot Karten…bastelten Schmuck oder Anhänger…manche verkauften auch Tickets…oder eben Drogen…

Da ich mich schon bei den erstsen Shows in Los Angeles und später LasVegas….in der Wüste….am Lake Mead….wo wir morgens alle stoned und nackt im See badeten…..es war wie das Paradies…..gut unter den anwesenden Dealern und Pushern auskannte….und wusste als Mittelsmann für die Touries schnell zu einem gut beschäftigten Deadhead…da ich ja auch noch aus dem Wohnmobil heraus tätowierte kam ich manchmal aber auch viele Stunden nicht nach draußen, was aber nicht so schlimm war…da ich dafür bekannt war….nur gegen Drogen und Waffen zu tauschen…..kam alles erwünschte zu mir…auch nette Hippie Girls…ich war ein kleiner König unter den Hippies…da ich sehr wohl spiritueller Hippie bin….aber auch die Seiten der Gangs von La oder New York kannte und durch meinen Heroin Konsum an Orten war, wo niemand freiwillig hingeht…

Das schafft Abhärtung…. und andere Männer spüren es, wenn ein Anderer zum Kampf Willens ist….

THE PARTY NEVER STOPPS….

Also fuhr ich mit dem Wohnmobil hinterher zu den nächsten Shows in St.Louis, Indianapolis und finally Chicago..Soldierfield…..wo ich die Dead die letzten drei Shows erlebte, die sie jemals gemeinsam spielen würden…..aber das wussten wir damals alle noch nicht…

Nun war Jerry tot…ich befand mich 1995 grade auf dem halben Weg von New York nach Californien ….per Anhalter….da ich das Wohnmobil in New York zurück nach Germoney verschifft habe…und nun ohne fahrbaren Untersatz…und mit einem …..schon vor 2 Monaten abgelaufenen Visums. Das war auch der Grund warum ich zur Identification lieber auf meinen deutschen Pass verzichtet habe…und diesen Entsorgt hatte. Statt dessen fuhr ich nun mit meiner Montana Drivers Liscense...die mich als citizen von Montana auswies…und zu der ich durch einige Tricksereien ….in verschiedenen Staaten gekommen war…solange keiner meine Socialsecurity nr. haben wollte war alles easy….

Als mich die Nachricht von Jerrys Tod wie ein Donnerschlag traf, befand ich mich mitten im Nowhere in Missourie. Dort hatte ich mit einem Typen, den ich beim Trampen kennengelernt hatte, abends in einer Kneipe versucht, von einer Bardame etwas Speed für den Eigenbedarf zu bekommen. Ich war zwar etwas überrascht, als sie sagte….sie könne uns was geben….aber nur….wenn ich Teil des Deals wäre…

Da ich auf Speed sowieso meistens geil werde und zur richtigen Drecksau…uendliches Gerammel, gelecke….stundenlag….denn auf schnellem hatte ich wie auf vielen anderen Drogen auch Probleme zu kommen…Daher freute ich mich direkt über die coole Anmache und freute mich schon auf den Feierabend…den Rest des Abends betranken wir uns free house…. allerdings nahm die Dame immer mehr Raum ein, nachdem wir uns kurz , leidenschaftlich, hart, brutal…heiß….geküsst hatten und der Eine den Laib des anderen gespürt…wie die Hitze die Körper einhüllte…und sie sich bei jedem Kuss so eng an mich schmiegte, wie es ihr in ihrem sehr kurzen Kleid überhaupt möglich war…unsere Körper glühten vor Verlangen…und als endlich Feierabend in der Bar war, stieg ich in freudiger Erwartung in Ihren Jeep

(Das war -mit -die geilste Karre, die je eine Freundin ….von mir hatte….außer… vielleicht der schwarze Camaro von dieser süßen Stripperin aus Kentucky…..Jeanette….war ihr Künstlername)

Na ja vielleicht erzähl ich den Rest mal wenn ich eine Sparte …ab 18 Jahren habe… ich weiß gar nicht, ob man hier auch erotische ….-bisschen derbe aber schon…-Stories …mit stil….aber heftigst…hihi….veröffentlichen darf????

Kurzum – ich ließ meinen Hund Apache bei der Frau und ihren Söhnen…in Missourie…bat einen Kumpel mich nach St. Louis zum Flughafen zu fahren…irgendwie hatte ich -durch die Speed vercheckerei – die letzten 2 Nächte und 1 Tag….zumindest soweit ich mich noch erinnern konnte….aber das sagt nichts…..könnten auch schon mehr Tage gewesen sein….seit ich diese Frau kennengelernt hatte….kam ich weder zum Schlafen….noch zum essen…

Irgendwie kamen und gingen andauernd Leute….irgendwann hab ich die Kontrolle aufgegeben….najs auf auf einmal hatte ich auf jeden Fall 150 Dollores in der Tasche. Ich zögerte keine Minute…ich musste nach San Francisco zu meinen Brüdern und Schwestern…ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen….schaffte es aber irgendwie….auf dem nächsten Flug nach Frisco einzuchecken und in meinem verdrogten Kopf….auch tatsächlich dort an zu kommen…

Ich eilte natürlich direkt in die Haight Street….Ecke Ashbury Street…dort ,wo in einer Wohngemeinschaft mit Jerry und anderen Dead Musikern – alles begonnen hatte….all die Irren….wie Castaneda,der wie wild mit psychotropen Substanzen experimentierte…nach Timmothy Leary…..natürlich….rein wissenschaftlich vorgehend.

Genau bei so einem hoch wissenschaftlichen Hapening gaben Leary und Konsorten hohe Dosen reines LSD 25 – sowohl an die Zuschauer – wie auch an die Musiker aus….und beobachteten den ganzen Zirkus….seit dem haben die Grateful Dead auch keine Songlist….sondern spielen solange….sie die Schwingungen der anderen Musiker fühlen….Ihre Musik ist so harmonisch ….so glückselig machend….psycho….trippin….Hammer…..

Ich war genau an dieser Straßenkreuzung …an der die Hippie Bewegung ihren Anfang nahm…..es war ein erhebenes Gefühl…aber durch die vielen Deadheads, die aus dem ganzen Land und teilweise auch aus dem Ausland nach San Francisco gereist waren…um Abschied von einem der größten Gitarristen und Songschreiber…..ever….zu nehmen… wurde auch sehr viel geweint und getrauert.

Am nächsten Tag war ein großes Free Concert angesagt mit vielen Freunden, Musikern, die Jerry über die Jahre begleitet hatten und den anderen Grateful Dead Membern, im Golden Gate Park.

Ich besorgte mir in der Innenstadt einen Speedball (Coka und Heroin …gemeinsam gespritzt) und fand dann dort echt keinen Platz zum ballern…alle hauseingänge zu….überall Zäune….kein Platz zum Verstecken…ohhh wie ich amerikanische Innenstädte hasste….

Irgendwann habe ich dann ein Plätzchen gefunden und bin dort auch eingepennt.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf in den Golden Gate Park...dort wurde noch auf gebaut…doch viele Menschen liefen schon herum…In dieser schweren Zeit wollte niemand alleine sein. dazu kam die Zukunftsangst. eigentlich hatte ich ja nur die Tourpause nutzen wollen, um dann wieder zu den Dead und meinen Brothers und Sisters zu stoßen..und wohin sollte ich jetzt gehen?

Erst mal traf ich einen Typen der mir eine Handvoll Mushrooms schenkte. Ich stopfte sie mir gleich alle in den Mund und kaute versonnen auf den Zauberpilzen. Irgendwann saß ich auf einer Dixi Toilette….einer von bestimmt dreißig, die dort ordentlich aufgereiht, neben einander standen…und die Pilze leisteten volle Arbeit…ich konnte durch die Wände aller Dixi Klos hören…ich hörte was in jedem einzelnen vor sich ging….einer sniefte…ein anderer kochte sich grad etwas heroin auf…in einem andern Klo vögelten zwei Hippies leidenschaftlich…dann von irgendwo her…ein lauter Schiß….

Wieder draußen war das Jerry Garcia Memorial Konzert in vollem Gange…ich flog durch die Menge und tanzte…und tanzte…bis sich meine Mokassins auflösten…und ich barfuss weiter tanzte….an mehr kann ich mich leider nicht erinnern…auch nicht wieviel…und was für Drogen ich alles eingefahren hatte…es waren viele..und durch einander…

So verlief die Nacht- wie schon viele vorher… ohne Erinnerung

Am übernächsten Tag trampte ich zurück nach Missourie um meinen geliebten Hund Apache wieder ab zu holen….

Hier könnt ihr meine Kunst und meine Bilder sehen: Meine Kunst

Artikel über meine Straßenmusik: Lieder für den Jakobsweg

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deadhead
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Hero und APACHE in California

R.I.P. jerry…..t 09.07.1995 t

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Kategorien Drogen, Hippie, Liebe, MusikSchlagwörter , , , , , ,

12 Kommentare zu „Ein deutscher Deadhead

  1. Jerry…..i miss u so…..and all my brothers and sisters in love…..

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  2. wäre ich früher geboren…..wäre ich auch gern ein deadhead gewesen…..ich kenn alle stories….und das du die letzte show mit jerry garcia in chicago miterleben durftest macht mich schon n bischen neidisch…..eigentlich bist du ein lebender teil rockgeschichte

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    1. Dad weiss ich doch…..und du wärst n cooler hippie gewesen…..love you

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  3. voll scjön was diese tetegina dir immer so als kommentar schreibt…scheinst da echt ne verwandte seele gefunden zu haben….

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    1. Hihi wenn du wüsstest wie recht du damit hast….am anfang war ich sehr verwirrt….dachte svhon an…….aber ohne jemand zu kennen….nur virtuelll….etschien mir doch etwad absurd.,,.nicht desto trotz schätze ich sie sehr….als mensch….als leserin…..als freund…..love and peace..

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  4. Ich muss ehrlich sagen, von den Grateful Dead hab ich noch nie gehört. Muss ich unbedingt mal reinhören. Hmm keine Ahnung ob man Dinge ab 18 posten darf… ich denke wahrscheinlich schon, solange man nicht irgendwas völlig brutales oder religionsfeindliches postet. Ich kann mir echt nicht vorstellen, wie viele Drogen du dir reingehauen hast 🙂 Klingt aber nach einer Menge

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    1. hi….du hast die grateful dead noch nie gehört?krass….aber so geht es denk ich mal den meisten deutschen….rein hören lohnt sich…also…bis dato hab ich noch niemand kennengelernt…der es auch so extrem übertrieben hat….hauptsache HEUTE….bin ich clean….und…danke fürs lesen….das freut mich echt riesig…love and peace

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    2. Das MUSST du unbedingt nachholen. Die Dead sind der helle Wahnsinn…natürlich weiss ich nicht auf was für Mukke du so stehst….love and peace

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  5. Du bist der Knaller….wenn’s dein Leben nicht geben würde, müsste es ein genialer Kopf erfinden 🙂 ….deine Geschichten und Erlebnisse sind so „fern“ von meinem Leben und doch so faszinierend…Tete

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    1. vielen vielen dank…du wunderbare seele….und danke das du dir mein zeug auch durchliest,,,love and peace

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      1. Und ich werde es weiterhin lesen…Jakobswegohnegeld
        bis bald…deine wunderbare Seele 🙂

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